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 80 plus

 

    90 für jemanden, der nicht mehr so fit ist.

    Wer 90 wird, hat nichts zu lachen!
    Man hört es im Gebälke krachen.
    Alles, was man machen will,
    geht manchmal kaum voran, steht still.
    Alleine kommt man schlecht vom Fleck,
    und die Worte sind oft weg.
    Dabei hat man so viel gesehen,
    So viel ist einem schon geschehen,
    man hat Erfahrungen gemacht,
    so viel erlebt, geweint, gelacht.
    Was war das für ne tolle Zeit!
    Jetzt ist sie Vergangenheit.
    Doch halt! Ganz ist sie nicht vergangen!
    Die Bilder haben sich verfangen
    im Gemüte, Herz und Hirn,
    und möchten uns so gerne führn
    durch manches turbulente Jahr
    dorthin, wo’s am schönsten war.
    Wo das Elternhaus einst stand,
    wo webt Erinnerung ihr Band.
    Mit Farben, die so leuchtend sind,
    und man so glücklich war als Kind.
    Ein Land, das keiner je vergisst,
    weil es schlicht die Heimat ist.
    Ein Land, wonach ein jeder strebt,
    egal, wie weit er davon lebt.
    Und egal, wie weit wir suchen,
    welchen Lebenstrip wir buchen,
    wir sehnen uns nach diesem Traum,
    den heimatlich geborgenen Raum.
    Den geheimnisvollen Garten,
    wo all die Menschen, Dinge warten,
    die man so glücklich hat geschaut,
    und die uns sind so eng vertraut.

    So rundet sich, wie es auch war,
    das Leben in so hohem Jahr.

    Da darf es ruhig auch mal krachen
    im Gebälk – man kann nur lachen.
    Wenn es nur nicht wehe tut!
    Und noch bleibt ein bisschen Mut!
    Ach, Mutter, ja ich weiß, s’fällt schwer,
    doch denk dran nur ein bisschen mehr:
    Wer 90 wird, hat den Genuss,
    dass er nichts mehr leisten muss!
    Nur dann und wann so einen Blitz
    vom Hirn, der zeigt: Schau! Doch noch gniz!

    In diesem Sinne einen Taost!
    Alles Gute! Glück! Und Prost!
                                         [C. Zorn, 2013]

     



80 plus, für jemanden, der noch sehr fit ist.

Ein Mensch wird wieder einmal älter.
Doch sieh! Wie wunderbar sich hält er!
Streng genommen, ist er alt!
Doch lässt ihn das doch eher kalt.
Die Hirnausstattung ist gewesen
hervorragend: Er kann noch lesen!
Sogar noch Bücher, dicke, viele,
wobei er sogar mit dem Ziele -
Das ist die Höhe! - geht zu Werke,
dass er sich davon noch was merke!!!

Ja, denken kann er noch recht schlüssig!
Doch bewegt er sich noch flüssig?
Oder knarzt es in den Balken,
die vor sich hin bedenklich kalken?
Das Alter muss ja doch heraus:
Mit irgendwas ist´s halt mal aus.

Doch halt! Auch hier, da bietet Trotz
der Mensch, der lang noch nicht vom Plotz.
Die Nase beim Gymnastik-Dehn
kam kürzlich erst noch an die Zehn!
Der Mensch, der wandert, auch wenn´s sturmt,
schlechtes Wetter ihn nicht wurmt.

Dann spielt er, was schon immer tat er
liebend gern auch noch Theater!
Im Freien! Und mit Text! Auswendig!
Und im Outfit, grell und trendig!

Tut sich im Alter so viel auf,
freu ich mich schon richtig drauf!
Drum braucht es hier kein Trösterchen.
Höchstens ein paar Prösterchen!
Lieber X, mach ja so weiter!
Bleib gesund und fit und heiter!

Gesundheit und ein heitrer Sinn
führen leicht durchs Leben hin!
Für diesen Spruch steht nicht mein Name,
dieser Spruch ist von - Fontane.
[C. Zorn, 2013]
 

70

Auch die Jugend, ja, die gibt sich ...
Plötzlich ist man - uups - schon 70!
Und - bedenkt es doch - man macht sich
ja schon auf den Weg nach 80!
Auch die vergehn dann bald, und 90
heißt das nächste Ziel - es reimt sich!

Aber halt! Stopp! Nicht so schnell!
Jetzt sind es erst mal 70, gell?
Auf denen ruhn wir erst mal aus
und machen uns nicht viel daraus.
Und gibt das Schicksal auch nen Puff
so dann und wann, wir pfeifen druff.
Genießen jeden Strahl des Glücks:
Ändern können wir doch nix.
Wirklich gar nix? Nein, mitnichten:
Vieles lässt sich doch noch richten,
indem man sich die Welt hinbiegt,
das Gute nützt, wo man es kriegt,
sich jeden Tag zusammenrafft,
und etwas Schönes sich verschafft.
Das klingt so leicht und ist so schwer,
und mit den Jahren umso mehr.
Doch nicht s führt uns durch´s Leben hin
So gut wie Mut und heit´rer Sinn.
Und wer das vormacht, ist´s wohl wert,
dass man ihn als Beispiel ehrt!
[C. Zorn, 2013]

© Cornelia Renger-Zorn 1999-2017
letzte Aktualisierung: 05.05.2017

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